Das Team

QUINTEN

„Natürlich weiß ich, dass Rafael van der Vaart, Joris Mathijsen und Eljero Elia beim HSV gespielt haben. Zudem ist Rick van Drongelen aktuell ein wichtiger Spieler.“ Der 20-jährige Quinten aus Rotterdam kennt einige der Landsleute, die bei den Rothosen ihre sportlichen Fußabdrücke hinterlassen haben. Nun ist der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann selbst Bestandteil des Clubs und wird für das eSports-Team an den Start gehen. Auf die virtuelle Schiene wurde er einst durch seinen Bruder gebracht, der das Talent von Quinten erkannte und ihn bei einem Online-Turnier anmeldete, bei dem der Blondschopf prompt den Sieg einfahren konnte. Nach weiteren Erfolgen ging schließlich ein Traum in Erfüllung: „Als FIFA 17 erschienen ist, konnte ich Kontakt zu Feyenoord Rotterdam herstellen und wurde dort im Januar 2017 unter Vertrag genommen. Das war eine tolle Geschichte für mich.“ Inzwischen haben sich die Wege jedoch getrennt, so dass einem Engagement beim HSV nichts mehr im Wege stand.

Für den Erfolg am Controller spielt übrigens ausgerechnet ein Niederländer eine elementare Rolle: „Ich brauche Ruud Gullit in meinem Team. Er spielt bei mir auf der Zehn und ist ein ganz wichtiger Baustein.“ Mit der Raute auf der Brust und Ikone Gullit im Team soll in Zukunft das Maximum herausspringen, wie der ambitionierte Gamer erklärt: „Es ist eine Ehre für den HSV zu spielen und ich will mein Bestes geben, um für den Club erfolgreich zu sein.“

HEISEN

Für das norddeutsche FIFA-Talent Niklas ist die Verpflichtung durch den HSV der absolute „life-changer“: „Ich mache hier meine Leidenschaft zum Beruf. Ich habe das FIFA-Spielen nie als Job angesehen, sondern eher aus Lust und Laune gezockt. Aber es ist schon eine tolle Sache, dass ich das Spiel jetzt auf einer professionellen Ebene fortführen kann. Ich gehe diese Aufgabe mit großer Motivation an.“ Seit 2016 ist der Psychologie-Student, der seit drei Monaten in Hamburg lebt und gebürtig aus der Nähe von Kiel kommt, nun im eSports-Geschäft aktiv. Zu seinen bisher größten Erfolgen zählt sein achter Platz in der virtuellen Bundesliga. Bereits im März 2018 wurde Niklas zudem vom HSV entdeckt, als er dank seiner starken Performance bei der #moinVBL-Challenge im Volksparkstadion für Aufsehen sorgte.

Um seine Entwicklung weiter voranzutreiben, trainiert er wöchentlich zwischen 20 und 25 Stunden an der Konsole, dazu sagt er: „Ich nehme diese Chance sehr ernst. Zum professionellen eSports gehört ja nicht nur das reine Zocken, sondern auch die Spiel- und Datenanalyse. Da muss ich mir die Zeit schon richtig einteilen.“ Auch die bevorstehende Doppelbelastung durch die Chance beim HSV und das Studium stellt für Niklas kein großes Problem dar: „Zwischen Ende Januar und Mitte März habe ich Semesterferien und genau in dieser Zeit startet die „Virtual Bundesliga“ mit dem HSV. Ich denke, dass ich das alles gut unter einen Hut bekommen werde.“